Bei der Fertigung eines kundenspezifischen Bauteils werden dessen Form und Abmessungen bereits vor Beginn der Bearbeitung festgelegt. In der Praxis kann die Abmessung eines fertigen Teils jedoch geringfügige Abweichungen vom Nennwert aufweisen. Um die zulässigen Grenzen dieser Abweichungen zu definieren, werden Toleranzen verwendet.
Bei der Weiterverarbeitung von Klebematerialien spielt dieser Aspekt eine Rolle, wenn Folien, Schaumstoffe, Bänder oder andere Klebematerialien zu Teilen mit genau definierten Abmessungen und Geometrien verarbeitet werden sollen. Sofern sie festgelegt sind, legen Toleranzen die zulässigen Maßgrenzen fest und dienen als Maßstab für die Herstellung und Prüfung der Teile.
Bei MDE Converting wird jedes Projekt unter Berücksichtigung des zu fertigenden Bauteils analysiert. Material, Konfiguration und Maßanforderungen werden bei der Festlegung eines geeigneten Verarbeitungsverfahrens berücksichtigt. Die Möglichkeiten können von Projekt zu Projekt variieren, weshalb die Präzision auf die Besonderheiten der jeweiligen Anwendung abgestimmt werden muss.
Diese Toleranz ist nicht für jedes Teil geeignet
Die Toleranz gibt die Grenzen an, innerhalb derer ein bestimmtes Maß gegenüber dem in der Konstruktion festgelegten Wert variieren darf. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Bauteile nach denselben Anforderungen gefertigt werden müssen. Ein Bauteil mit einfacher Geometrie kann andere Spezifikationen aufweisen als eines mit komplexer Kontur, Bohrungen oder anderen Elementen, die innerhalb genau definierter Maßgrenzen gefertigt werden müssen.
Die Rolle, die das Bauteil im Produkt spielen wird, ist ebenfalls von Bedeutung. Bei bestimmten Anwendungen können einige Maße für die Integration des Bauteils von größerer Bedeutung sein, während andere Merkmale unterschiedliche Abweichungen zulassen. Die Anforderungen müssen daher in Bezug auf das jeweilige Bauteil definiert werden.
Zu den Informationen, die bei der Festlegung der Maßangaben von Bedeutung sein können, gehören:
- Gesamtabmessungen des Bauteils
- Form und Komplexität der Kontur
- Das Vorhandensein von Öffnungen oder Ausschnitten
- Die Position bestimmter Elemente innerhalb der Komponente
- Wie das Bauteil in das Endprodukt integriert werden soll
Das Material und die Geometrie des Werkstücks können die Bearbeitung beeinflussen
Die bei der Umwandlung verwendeten Materialien können sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Eine dünne Folie verhält sich nicht unbedingt genauso wie ein Schaumstoff, und ein mehrschichtiger Aufbau kann andere Verarbeitungsmerkmale aufweisen als ein Material mit einer einfacheren Struktur.
Dicke, Flexibilität und Struktur sind nur einige der Eigenschaften, die von Bedeutung sein können. Inwiefern diese die Bearbeitung beeinflussen, hängt vom jeweiligen Werkstoff und dem zu fertigenden Werkstück ab. Aus diesem Grund sollten die Maßanforderungen nicht losgelöst von den Werkstoffeigenschaften betrachtet werden.
Die Geometrie bringt ihrerseits weitere Aspekte mit sich, die berücksichtigt werden müssen. Konturen, Ausschnitte, Abmessungen und andere Besonderheiten des Werkstücks können die Art und Weise beeinflussen, wie das Material bearbeitet wird. Dieselbe Form aus Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften kann unterschiedliche Vorgehensweisen erfordern, weshalb jede Kombination aus Material und Werkstückform im Kontext des jeweiligen Projekts analysiert werden muss.
Das Schneideverfahren wird je nach dem gewünschten Werkstück ausgewählt
Sobald die Spezifikationen des Bauteils und das zu bearbeitende Material bekannt sind, kann die geeignete Verarbeitungsmethode festgelegt werden. Es gibt verschiedene Technologien, mit denen flexible Materialien zu Bauteilen verarbeitet werden können, und jede davon weist ihre eigenen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten auf.
Das Stanzen kann zum Erzeugen von Formen und Ausschnitten aus geeigneten Materialien verwendet werden, während die Laserbearbeitung eine weitere Option für bestimmte Anwendungen und Geometrien darstellt. Die Wahl zwischen den verschiedenen Verfahren sollte nicht darauf reduziert werden, dass das eine Verfahren immer präziser ist als das andere. Das Material, die Form des Werkstücks und die Projektanforderungen müssen gemeinsam berücksichtigt werden.
Vor Beginn der Verarbeitung können verschiedene Arten von Informationen relevant sein:
- Technische Zeichnung des Bauteils
- Die angegebenen Toleranzen
- Das zu bearbeitende Material
- Materialstärke und -struktur
- Die endgültige Geometrie des Werkstücks
Die Genauigkeit richtet sich nach den tatsächlichen Anforderungen des Werkstücks
In unserem Tätigkeitsbereich bedeutet Präzision nicht, theoretisch perfekte Maße ohne jegliche Abweichung zu erzielen. Viel wichtiger ist es, dass die Teile die für die jeweilige Anwendung festgelegten Spezifikationen und Maßtoleranzen einhalten.
Maßanforderungen sind dann wirklich sinnvoll, wenn sie im Zusammenhang mit der Funktion und der Bauform des Bauteils formuliert werden. Auf diese Weise liegt der Fokus nicht darauf, unter allen Umständen die geringstmögliche Abweichung zu erreichen, sondern darauf, die für das Projekt relevanten Grenzwerte einzuhalten.
Die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Zulieferer ermöglicht es, die Maßanforderungen unter Berücksichtigung des Werkstoffs und der verfügbaren Bearbeitungsmöglichkeiten zu analysieren. Auf diese Weise können die Toleranzen im konkreten Kontext des Bauteils und des Prozesses, mit dem es hergestellt werden soll, bewertet werden.

