Bevor ein kundenspezifisches Bauteil in die Produktion geht, kann die vorgeschlagene Variante im Hinblick auf die Projektanforderungen geprüft werden. Die Anfertigung eines Musters bietet die Möglichkeit, das fertige Teil zu begutachten und eventuelle notwendige Änderungen zu ermitteln, bevor der Prozess fortgesetzt wird.
Bei der Auswahl von Klebstoffen kann dieser Schritt verschiedene Aspekte betreffen. Die Beschaffenheit des Bauteils, der Einsatzort und das gewählte Material müssen gemeinsam betrachtet werden. Die Anforderungen unterscheiden sich von Anwendung zu Anwendung, weshalb nicht jede Lösung für jedes Projekt als geeignet angesehen werden kann.
Bei MDE Converting können unsere Partner Muster anfordern, um verschiedene Materialien und Konfigurationen zu testen. Unser Team verarbeitet verschiedene Arten von Bändern, Schaumstoffen und Schutzfolien in zahlreichen Verarbeitungsprozessen. Dies ermöglicht es uns, Komponenten entsprechend den Spezifikationen des jeweiligen Projekts zu entwickeln.
Form und Gestaltung des Werkstücks
Die Geometrie eines Bauteils richtet sich nach den Anforderungen der jeweiligen Anwendung. Manche Teile weisen einfache Formen auf, während andere komplexe Konturen, Bohrungen, Ausschnitte oder andere konstruktionsbedingte Elemente aufweisen können. Vor der Fertigung kann das gefertigte Muster mit den für das Endprodukt festgelegten Spezifikationen verglichen werden.
Die Konfiguration kann komplexer werden, wenn das Bauteil aus mehreren Materialien besteht. Je nach Projekt kann durch Laminieren kompatible Schichten miteinander verbunden werden, und das so entstandene Material kann anschließend in die gewünschte Form gebracht werden. Laminieren und Schneidverfahren gehören zu unseren technischen Möglichkeiten.
Damit die entwickelte Lösung korrekt analysiert werden kann, müssen die bereitgestellten Informationen die gewünschte Komponente so klar wie möglich beschreiben. Je nach Projekt können diese Folgendes umfassen:
- Der Zweck, für den die Lösung entwickelt wurde
- Erforderliche Materialien und Bauweise
- Spezifische Anforderungen für bestimmte Bereiche des Stücks
- Änderungen, die nach der Fertigstellung eines Prototyps vorgenommen wurden
- Weitere für die Verarbeitung relevante technische Informationen
Der Integrationsprozess im Ganzen
Ein Bauteil wird nicht getrennt von dem Produkt verwendet, für das es hergestellt wurde. Seine Position im Gesamtkontext und seine Beziehung zu benachbarten Elementen können zusätzliche Anforderungen mit sich bringen, die über diejenigen hinausgehen, die bei einer Einzelbetrachtung des Bauteils festgestellt werden.
Der verfügbare Platz kann die erforderliche Kontur beeinflussen, und bestimmte Produktelemente können freie Flächen oder Ausschnitte erfordern. Bei Flächen mit einer besonderen Geometrie muss die Form des Teils auf den Bereich abgestimmt werden, in dem es platziert werden soll.
Es kommt auch darauf an, wie das Bauteil in der nächsten Phase verwendet wird. Bei einem Klebeteil mit Trägerfolie können beispielsweise Anforderungen hinsichtlich des Zugangs zu dieser vor dem Anbringen bestehen. Diese Aspekte sind nicht bei allen Projekten identisch und müssen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie für das jeweilige Bauteil relevant sind.
In dieser Phase können auch Aspekte geklärt werden, die nicht unmittelbar die bereits festgelegten geometrischen Eigenschaften betreffen:
- Vorgehensweise bei der Entnahme und Handhabung des Bauteils
- Anleitung zum Entfernen der Einlage, falls vorhanden
- Die Reihenfolge, in der die Komponenten integriert werden müssen
- Das Format, in dem das Stück für die nächste Runde eingereicht werden muss
Verwendete Materialart
Die Materialauswahl muss entsprechend der jeweiligen Anwendung erfolgen. Klebebänder, Schaumstoffe, Folien und andere technische Materialien weisen unterschiedliche Eigenschaften auf, und eine für ein Projekt geeignete Variante ist nicht automatisch auch für ein anderes Projekt geeignet. MDE weist darauf hin, dass das Unternehmen je nach Anwendung Materialvarianten empfehlen und diese den Kunden zu Testzwecken zusenden kann.
Bei Klebstoffen spielen die Oberflächen, auf denen sie aufgetragen werden sollen, eine wichtige Rolle. Kunststoffe, Metalle, Glas und andere Untergründe können unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Auch Oberflächenbeschichtungen oder -behandlungen können wiederum weitere Anforderungen mit sich bringen, die bei der Materialauswahl berücksichtigt werden müssen.
Auch die Einsatzbedingungen können eine Rolle spielen. Je nach Anwendung können Anforderungen hinsichtlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, mechanischer Beanspruchung oder anderer Faktoren bestehen, denen das Produkt ausgesetzt ist. Diese müssen im konkreten Einzelfall geprüft werden, ohne davon auszugehen, dass für alle Projekte dieselben Kriterien gelten.
Ein wichtiger Schritt für ein qualitativ hochwertiges Produkt
Vor der Produktion durchgeführte Prüfungen können dazu beitragen, wichtige Aspekte des Bauteils zu klären. Form und Konfiguration können mit den Projektspezifikationen abgeglichen, die Integration im Produktkontext analysiert und das Material im Hinblick auf die Anforderungen der Anwendung bewertet werden.
Diese Elemente sind miteinander verknüpft. Eine Änderung des Werkstoffs kann die Bearbeitungsbedingungen verändern, während eine Anpassung der Geometrie andere Anforderungen an die Fertigung des Bauteils mit sich bringen kann. Aus diesem Grund muss das fertige Bauteil als eine Gesamtheit von Eigenschaften betrachtet werden, die mit dem Entwurf vereinbar sein müssen.

